Bundesverband Rettungshunde e.V.
Rettungshundestaffel Kamenzer Land e.V.
    Home               
    Alarmierung    
    Einsätze          
    Aktuelles         
    Vorstand         
    Unsere Teams 
    Ausbildung      
    Fläche              
    Trümmer          
    Mantrailing     
    Vereinsheim             
    Galerie             
    Presse              
    Unterstützung
    Gästebuch       
    Links               
    Kontakt           
    Intern              
    Impressum       
Mantrailer sind Hunde welche durch ihre Ausbildung in der Lage sind, Menschen anhand ihrer individuellen Geruchsspur bis zu 48 Stunden später sicher aufzufinden.
Mantrailer verfolgen dabei die Spur anhand des gegangenen Weges der Person. Was an Straßen, in Städten und Wohngegenden sehr nützlich ist.
  
Mantrailing ist eine Ausbildungsrichtung in der der Hund anhand eines Gegenstandes (Wäsche, Schlüsselbund, Taschentuch etc.) den Individualgeruch einer Person aufnimmt und anschließend sucht. Der Individualgeruch eines Menschen ist wie sein Fingerabdruck einmalig und besteht aus Schweiß, Geruch, abgestorbenen Hautzellen, Schuppen und Haaren.
In jeder Minute fallen Millionen dieser Kleinstpartikel in einer individuellen Zusammensetzung von Personen ab. Sie haften sich an Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens fest, sammeln sich in der Luft und fallen zu Boden. Diese Partikel ergeben einen Geruch den nur diese Person trägt.
  
Im Einsatzfall ist es so, das aufgrund eines Gebrauchsgegenstandes der vermißten Person, der Hund sich ein Geruchsbild machen kann und diesen speziellen Geruch / die Person sucht.
Es läßt sich sehr gut erklären, wenn man sich vorstellt dass jeder von uns eine andere Form und Farbe von Strick hinter sich herzieht. Überall wo wir entlanggehen bzw. entlanggegangen sind kann der Hund nun den "Roten Faden" verfolgen. Alle grünen, braunen Stricke etc. läßt er dabei außer acht. Für einen ausgebildeten Mantrailer reicht ein definierter Ort an dem die Person zuletzt gesehen wurde und der benötigte Gebrauchsgegenstand mit dem Individualgeruch. Der Hund findet dann selbst den Abgang (Start) und die dazugehörige frischeste Spur.
Für diese Arbeit eigenen sich Hunde mit hervorragender Nasenleistung, Verkehrssicherheit und keinerlei Scheu vor fremden Menschen. Haupteinsatzgebiet ist vorwiegend in der Stadt, auf dem Land und an Straßen. Im Groben kann man sagen, dass ein Mantrailer überall dort im Einsatz gebraucht wird, wo ein zeitnaher letzter Ort der Sichtung bekannt ist. Zeitnah bedeutet je nach Witterung bis zu 48 Stunden nach Sichtung, dann sinken die Partikel restlos zu Boden oder sind zu weit verstreut und sterben ab.
Vorteil eines Mantrailers ist, dass er kaum Grenzen unterworfen ist. Er sucht im Wald und Feld ebenso zuverlässig wie in der Stadt und auf dem Land. Sollte aufgrund der Witterung (starker Regen, Wind, plötzlich einsetzender Schneefall etc.) die Spur verloren gehen, ist man zumindest ein Stück weiter und weiß wo man am günstigsten die Flächen-, oder gegebenenfalls die Trümmersuchhunde einsetzen kann.
Die Art der Ausbildung ist sehr Zeitintensiv.
Ein Mantrailer benötigt oft zwischen 2 und 4 Jahren Intensivausbildung bis er einsatzbereit ist.